Redaktionell geprüft: 1. Oktober 2026 · Allgemeine Information
1. Was ist Festgeld?
Festgeld, auch Termingeld oder Termineinlage, ist eine Bankeinlage für eine fest vereinbarte Laufzeit zu einem vertraglich festen Zinssatz. Im Gegensatz zum Tagesgeld können Sie während der Laufzeit in der Regel nicht frei auf Ihr Kapital zugreifen.
2. Wie funktioniert eine Festgeldanlage?
- Sie wählen eine Bank, prüfen deren Bedingungen und eröffnen ein Festgeldkonto.
- Sie legen einen festen Betrag für eine definierte Laufzeit an, zum Beispiel 10.000 € für zwölf Monate.
- Die Bank bestätigt den vereinbarten Zinssatz und die Zahlungstermine.
- Bei Fälligkeit wird das Kapital vertragsgemäß zurückgezahlt. Zinsen werden jährlich oder am Ende gezahlt, je nach Produkt.
- Prüfen Sie, ob eine automatische Wiederanlage erfolgt und welche Kündigungsfristen dafür gelten.
3. Welche Laufzeiten gibt es?
Banken bieten unterschiedliche Laufzeiten an, von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahren. Unser Vergleich enthält Beispiele für sechs, zwölf und 18 Monate sowie zwei, drei, vier und fünf Jahre.
Eine längere Laufzeit bedeutet nicht zwangsläufig einen höheren Jahreszins. Entscheidend ist, wann Sie Ihr Geld wieder benötigen. Eine Aufteilung auf mehrere Fälligkeiten kann die Bindung staffeln.
4. Nominalzins und Zinszahlung
Der Nominalzins ist der vertragliche Jahreszinssatz. Für den tatsächlichen Ertrag sind auch Kosten, Zahlungszeitpunkt und Wiederanlage wichtig. Jährlich ausgezahlte Zinsen können erneut angelegt werden; ein Zinseszinseffekt entsteht aber nicht automatisch.
5. Vorteile und Nachteile
- Vorteil: vertraglich feste Zinsen und nachvollziehbare Fälligkeit.
- Vorteil: keine täglichen Börsenkursschwankungen der Einlage.
- Vorteil: gedeckte Einlagen können unter die gesetzliche Einlagensicherung fallen.
- Nachteil: das Kapital ist in der Regel bis zur Fälligkeit gebunden.
- Nachteil: bei steigenden Marktzinsen bleibt der eigene Zins unverändert.
- Nachteil: Inflation und Steuern können den realen Ertrag verringern.
6. Für wen eignet sich Festgeld?
Festgeld kann für Geld geeignet sein, das bis zu einem bekannten Termin nicht benötigt wird, etwa für eine geplante Anschaffung. Eine flexible Notfallrücklage sollte separat verfügbar bleiben. Ein fester Zins macht eine unpassende Bindungsdauer nicht sinnvoll.
7. Worauf sollten Sie beim Vergleich achten?
- Jahreszins und Zahlungsbedingungen.
- Laufzeit und Rückzahlungstermin.
- Mindest- und Maximalanlage.
- Juristische Bank, Lizenz und zuständiges Sicherungssystem.
- Steuern und mögliche ausländische Quellensteuer.
- Kosten, Kontoanforderungen und automatische Verlängerung.
8. Festgeld bei ausländischen Banken
Auch ausländische Banken können interessante Bedingungen anbieten. Prüfen Sie zusätzlich Vertrags- und Servicesprache, steuerliche Behandlung, Auszahlungskonto und das zuständige Sicherungssystem. Ein EU-Sitz allein ersetzt nicht die Prüfung des konkreten Angebots.
9. Fazit: Planung vor Abschluss
Festgeld verbindet einen festen Zinssatz mit einer festen Bindung. Vergleichen Sie nicht nur Prozentangaben, sondern die gesamte Vereinbarung. Unsere 26 Beispielangebote dienen der Orientierung; echte Bankkonditionen müssen vor einem Abschluss bestätigt werden.
Europäische Kommission: Einlagensicherung · Deutsche Bundesbank