Redaktionell geprüft: 1. Oktober 2026 · Allgemeine Information
1. Festgeld: Zinsen und Laufzeit im Voraus
Beim Festgeld legen Sie einen Betrag für eine vereinbarte Laufzeit an. Der vertragliche Zinssatz bleibt normalerweise bis zur Fälligkeit fest. Während dieser Zeit ist das Kapital in der Regel nicht frei verfügbar.
2. Tagesgeld: Flexibel bleiben
Tagesgeld ermöglicht grundsätzlich den Zugriff ohne feste Laufzeit. Der Zinssatz ist meist variabel. Aktionszinsen können zeitlich befristet sein und nur für bestimmte Beträge oder Neukunden gelten.
3. Die Unterschiede im Überblick
| Kriterium | Festgeld | Tagesgeld |
|---|---|---|
| Verfügbarkeit | Meist erst bei Fälligkeit | Grundsätzlich täglich |
| Zinssatz | Vertraglich fest | Meist variabel |
| Typischer Zweck | Planbare Anlage | Flexible Rücklage |
| Wichtig zu prüfen | Verlängerung und Zinszahlung | Aktionsdauer und Anschlusszins |
4. Ein nachvollziehbares Beispiel
10.000 € zu einem angenommenen Zinssatz von 3,50 % p. a. ergeben bei sechs Monaten einfacher Verzinsung 175 € brutto. Bei Tagesgeld kann sich der Zinssatz während dieser Zeit ändern; der gleiche Endertrag ist daher nicht zugesagt.
5. Eine Kombination kann sinnvoll sein
Eine jederzeit verfügbare Rücklage kann auf einem Tagesgeldkonto bleiben. Geld, das Sie bis zu einem festen Termin nicht benötigen, lässt sich separat als Festgeld vergleichen. Die passende Aufteilung hängt von Ihren Ausgaben und geplanten Anschaffungen ab.
6. Sicherheit und Steuern
Beide Kontoarten können unter die gesetzliche Einlagensicherung fallen. Maßgeblich sind die lizenzierte Bank, das zuständige System und die Gesamtsumme Ihrer gedeckten Einlagen einschließlich Zinsen. Auch die steuerlichen Regeln des Wohnsitzlands sind zu beachten.
7. Fazit: Erst den Bedarf, dann den Zins vergleichen
Prüfen Sie zuerst Ihre Liquidität. Vergleichen Sie anschließend den Jahreszins, die Produktbedingungen und die Sicherung. Ein höherer Zins allein macht eine unpassende Laufzeit nicht sinnvoll.